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36.5° Thermalwasser
36.5° Thermalwasser

36.5° Thermalwasser

Europas wasserreichste Thermalquelle entspringt in der bei Bad Ragaz gelegenen Taminaschlucht und wurde schon im frühen Mittelalter im Jahr 1242 entdeckt. Die Taminaquelle ist die Spenderin des heilenden körperwarmen Thermalwassers.

Unter anderem würdigte der Arzt und Alchemist Paracelsus im 16. Jahrhundert die heilende Wirkung des Wassers, das aufgrund seines geringen Mineralgehalts und einer Temperatur von 36.5° C als Akratotherme gilt.

Anfangs wurden die ersten Kurgäste noch an Seilen in die Schlucht hinuntergelassen – seit 1840 bringt eine vier Kilometer lange Leitung das Quellwasser nach Bad Ragaz.

Damit wurde der Grundstein für das weltweite Ansehen der Gemeinde als Bade- und Kurort gelegt, der auch berühmte Gäste wie Rainer Maria Rilke, Friedrich Wilhelm Nietzsche, Thomas Mann und Victor Hugo anzog. Seit 1872 gehört Bad Ragaz zu den bedeutendsten Kurorten der Welt.

Taminaschlucht – Entdeckung und Geschichte

1242 entdecken Jäger des Klosters Pfäfers die 36.5 °C warme Quelle. In deren Wasser erkennen die Mönche des nahe gelegenen Benediktiner-Klosters eine heilende Wirkung – so die Überlieferung. Damit begann die lange Geschichte von Bad Pfäfers und später von Bad Ragaz. 1840 wurde erstmals das warme Thermalwasser in Holzleitungen von der Taminaschlucht bis nach Bad Ragaz geleitet. Diese Leitung hatte eine Länge von 4202 Metern und ein Gefälle von 168 Metern.

1242 Jäger entdecken die Quelle
Ab 1350 Hölzerne Badhäuser ruhen auf Balken über der Tamina
1630 Thermalwasser wird 450 m in Holzrinnen zum Schluchtausgang geleitet – das Alte Bad Pfäfers entsteht
1704-1718 Abt Bonifaz Tschupp und Abt Bonifaz zur Gilgen errichten die heute noch zum Teil erhaltenen Badegebäude
1840 Das Thermalwasser wird in Holzleitungen nach Ragaz geleitet
1858 Die letzten Kurgäste verlassen das Bad Pfäfers
1868 Das Hotel „Quellenhof“ in Ragaz wird erbaut
1872 Es entstand mit der Tamina Therme das erste Thermalwasserhallenbad Europas. Damit wurde der Grundstein für das weltweite Ansehen der Gemeinde als Bade- und Kurort gelegt.
1936 Die Gemeinde Ragaz wird zum Kurort Bad Ragaz
1969 Die letzten Kurgäste verlassen das Bad Pfäfers
1970 Eröffnung Rehabilitationsklinik Valens
1983-1995 Das Bad Pfäfers wird in drei Etappen restauriert
2015 Neue Thermalwasserleitung wurde pünktlich zum 175-Jahr-Jubiläum eröffnet. Im Jubiläumsjahr wurde nun die neue 4,5 km lange Leitung eröffnet, die für die Bevölkerung sowie Gäste der Ferienregion Heidiland und des Grand Resort Bad Ragaz die Wasserversorgung sichert.
2017 Atemberaubende Weltneuheit in Bad Ragaz. Die spektakuläre Taminaschlucht bei Bad Ragaz verwandelt sich im Sommer zur weltweit grössten natürlichen Leinwand für bewegte Bilder.

Wirkung und Quelleanalyse

Tief in der wildromantischen Taminaschlucht schlägt das Herz des Grand Resort Bad Ragaz: die legendäre Quelle, die uns seit Jahrhunderten das körperwarme Thermalwasser schenkt. Es bildet die Basis für eine einzigartige Verbindung aus Wellbeing und Gesundheit.

Chemische Eigenschaften des Thermalwassers

Von der Zusammensetzung her gehört das ortsgebundene Bad Ragazer Heilwasser zu der Hauptgruppe der Chlorid-Hydrogencarbonat-Sulfat-Wässer. Neben diesen Hauptbestandteilen finden sich Spurenelemente wie Eisen-, Fluorid-, Iodid-Ionen, aber auch Sulfid-Schwefel.

Das Wildwasser ist gemäss der Wasserinhaltsstoffe eine Akratotherme (< 1000 mg Mineralien/l, Temperatur > 20°C) und hat sich bei Beschwerden am Bewegungsapparat oder bei Erkrankungen des Muskulo-Skeletal-Systems bewährt.

Physikalische Eigenschaften des Thermalwassers

Das Eintauchen in Wasser bedeutet eine veränderte physikalische Umwelt für den Körper. Zu den physikalischen Eigenschaften des Wassers gehören der Wasserdruck, der Auftrieb, die Wasserdichte und die thermischen Bedingungen. 

Diese veranlassen den Körper zu vielseitigen Reaktionen, wobei Herz, Lungen, Kreislauf, Nieren, Motorik, Blut und Hormone involviert sind. Die wichtigsten Wirkungen umfassen:

  • Abnahme der Wandspannung in den Widerstandsgefässen der Beine (30%)
  • Durchblutungsanstieg (30%)
  • Verbesserte Verteilung der Lungenaustauschfläche (Lungendurchblutung und –belüftung)
  • Abnahme des arteriellen Blutdrucks
  • Zunahme der Herzfunktion (Schlagvolumen und Herzzeitvolumen nehmen um 25% zu)

Der Aufenthalt im Wasser führt zu einer Lockerung der Muskulatur und des Bindegewebes. Nicht-entzündlich bedingte Schmerzen werden beseitigt und die Wirbelsäulen- und Extremitätenbeweglichkeit wird verbessert.

Wirkung auf unseren Körper

Die Wärme wirkt sich günstig auf den Bewegungsapparat und die Entspannungsfähigkeit aus. Der Körper muss bei dieser „Behaglichkeitstemperatur“ weder Wärme produzieren, noch überflüssige Wärme abgeben. Die Körpertemperatur bleibt also konstant.

Unterstützend bei der Heilung von

  • Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • Haltungs- und Bewegungsstörungen
  • Rehabilitation nach Operationen am Bewegungsapparat
  • Störungen im vegetativ-hormonellen System

Quellenanalyse

Kationen mg/l
Ammonium <0.01
Lithium 0.28
Natrium 28.40
Kalium 2.40
Magnesium 17.40
Calcium 55.10
Strontium 0.60
Mangan <0.005
Eisen <0.005
Blei <0.005
Aluminium 0.02
Barium 0.17
Cadmium <0.001
Chrom (total) <0.005
Quecksilber <0.0001
Summe Kationen 104.37
Anionen mg/l
Fluorid 1.42
Chlorid 34.00
Bromid 0.284
Iodid 0.0008
Iodat 0.174
Nitrat <0.1
Bicarbonat 223.90
Sulfat 27.60
Hydrogenphosphat <0.0025
Hydrogenarsenat <0.01
Summe Anionen 287.38
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