Meine Grill-Tipps für Ihren erfolgreichen Start in die Grill-Saison

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Mit dem Frühling startet auch die Grillsaison. Doch bevor es losgehen kann, steht die äusserliche Reinigung an, denn vor meinen Grill-Tipps wollen die Webers, Koenigs und Napoleons auf Herz und Nieren geprüft werden.

Das richtige Equipment ist entscheidend

Egal ob Holzkohle, Nuggets oder Gas, die Frage des richtigen Grills ist eine persönliche/individuelle. Ich selbst bevorzuge Gas, da man es leicht dosieren kann und es dann parat ist, wenn man es braucht. Räuchergeschmack kann man heute auch im Gasgrill mit dem entsprechenden Equipment erzielen.

Beim Tagesausflug ist dies etwas anderes. Nichts geht über eine Feuerstelle (Schweizer Familie) und ein Familienerlebnis (oder eine Männerrunde: Feuer ist halt doch ein Männer-Spielzeug bzw. Männer-Domäne). Kindern kann man dort unter Aufsicht den Umgang mit Feuer beibringen. Eine Wurst auf einen angespitzten Stock – das ist ein Erlebnis (auch geschmacklich). Einfach schmeckt oft doch am Besten!

WENN SIE ZU HAUSE GRILLIEREN, BEACHTEN SIE FOLGENDES:

  • Sind meine Gäste Vegetarier oder Fleisch-Esser? Beides ist kein Problem, aber Grillieren macht mit Fleisch halt doch am meisten Spass.
    Wenn es ans Grillieren geht: Für mich gehört Bier und Grillieren zusammen – aber in die Kehle und nicht auf das Fleisch. Flüssigkeit löscht die Kohlen, wirbelt Staub/Asche auf.
  • Grundsätzlich gilt: Mit hoher Hitze anfangen und dann die Hitze reduzieren oder Grillgut auf die Seite ziehen. Bei grossen Stücken gilt z.B.: Grosse Hitze = Aroma
  • Folgende Hilfsmittel dürfen nicht fehlen: Bürste, Spachtel, Grillzange, Pinsel, Anzündkamin (bei Holz-/Kohlegrill), Handschuh, Lumpen, Grillplatte (Gusseisern; für Gemüse oder kleines Grillgut) oder Schale, Alufolie, Fischgitter (damit er Fisch beim Wenden nicht kleben bleibt und zerfällt).
  • Wenn man viele Gäste hat, und der Platz am Grill eng wird, dann mache ich die Beilagen im Ofen.
  • Die Schwierigkeit beim Grillieren ist, dass das unterschiedliche Grillgut (Fleisch, Fisch, Gemüse, etc.) zur selben Zeit den optimalen Garpunkt haben soll.
    Ich rate daher einfach anzufangen (Grillieren muss nicht immer kompliziert sein; Grillieren soll einfach sein).
  • Entry-Level: Fleisch grillieren und Beilagen kalt: Salate. Dann steigern und nach und nach verschiedene Beilagen oder Grillgut dazu kombinieren.
  • Saucen: Die Zeit von fettigen, geschmacküberdeckenden Saucen sind definitiv vorbei: Tipp: Creme fraiche mit Zitronensaft, Aceto Balsamico, Salz und Schärfe nach belieben.
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Grill-Tipps für Fleisch:

  • Kaufen Sie gutes Fleisch und marinieren Sie es selbst. Lieber 1x richtig (=teurer und zeit intensiver) grillen, statt 3x billig und schlecht.
  • Kein vormariniertes Fleisch kaufen (da steckt so viel Paprika, etc. drin, dass man nichts mehr vom Fleisch schmeckt).
  • Leicht mit Fett durchzogenes Fleisch ist besser und leichter zu grillieren (wird weniger leicht trocken, hat besseren Geschmack).
  • Nehmen Sie sich Zeit, selber zu marinieren: Bei der eigenen Marinade ist weniger gleich mehr (man soll die Nuancen spüren und das Fleisch noch schmecken können):
    Öl, Pfeffer, evtl. Chili (ich liebe asiatische Schärfe, die ich auf meinen kulinarischen Reisen kennengelernt habe), frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, …).
  • Nehmen Sie das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit es Zimmertemperatur hat (dann gart es schneller (Kerntemperatur) und wird nicht trocken).
  • Bei grossen Stücken Fleisch (Spanferkel/Spiesse) ist Flüssigkeit notwendig, damit die Haut nicht austrocknet: Dann aber mit dem Pinsel und nicht schütten.
  • Fleisch kurz rasten lassen, wenn man es vom Grill nimmt und nicht sofort anschneiden. Dann sammelt sich der Saft wieder im Fleisch. Auch nicht ins Fleisch stechen (keine Gabel nehmen, sondern Zange zum Wenden.
  • Ein Tipp für Puristen: Ich mag Fleisch am liebsten ohne viel Marinade, sondern einfach nur mit Mehrsalz (am Schluss darüber geben).
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Grill-Tipps für Gemüse:

  • Hartgemüse (Fenchel, Kartoffeln, Karotten, etc.) immer zuerst blanchieren oder ankochen; dann mit Olivenöl und Limonenöl bei starker Hitze grillieren.
  • Kartoffelwedges werden am besten wenn man rohe Spalten schneidet, diese ankocht, mit Öl einstreicht und dann erst auf den Grill gibt (Schale; indirekt).
  • Folienkartoffeln: Kartoffeln vorkochen, dann mit Butter, Salz und Rosmarinzweig in die Folie. (Kann man auch schon Vorbereiten und Kartoffel dann am Grill fertiggaren/wärmen).
  • Tipp: rohes Gemüse (auch für Kartoffeln möglich) wenn nicht gekocht (z.B. an der Feuerstelle) in Scheiben fächern und in der Folie mit Öl oder Butter und Gewürzen/Kräutern garen.
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Gibt es Grill-Tipps, die Sie gerne mit mir und anderen Lesern teilen würden? Und wenn Sie sich einmal von mir verwöhnen lassen möchten, lade ich Sie herzlich zu unserem Barbecue im Grand Resort Bad Ragaz ein. Dann bekommen Sie den ein oder anderen Grill-Tipp auch von mir persönlich.

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