Wohlbefinden

Sauna fördert die Abwehrlage

1. Februar 2017
Sauna Nera mit Lichteffekten

Zu den gesundheitlichen Wirkungen von Wechselbädern wie bei Saunagängen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, viele davon aus Deutschland und Finnland. Meist wird in einschlägigen Artikeln nur auf die veränderten Herz-/ Kreislaufreaktionen eingegangen. Wenn wir uns der Wärme aussetzen, ist der Organismus aber als Ganzes gefordert.

Komplexe Abläufe bei Saunabesuchen

Vieles spricht dafür, dass Saunabäder auch das Immunsystem stimulieren, indem sich über die Anregung von Hormondrüsen die Anzahl der für die Immunabwehr verantwortlichen Zellen im Blut vermehren. Davon betroffen sind der Wasser-/Elektrolythaushalt, Stoffwechselprozesse und das Hormonsystem. Die dabei stattfindenden Antworten des Organismus werden gerne beispielsweise zur Vorbeugung von Erkrankungen des Atemtrakts beziehungsweise bei degenerativen Gelenkerkrankungen und Bluthochdruck genutzt.

Saunieren für die Gesundheit

Experimentelle biomedizinische Arbeiten haben gezeigt, dass sich bei Überwärmung des Körpers bestimmte weisse Blutzellen (Neutrophile und Lymphozyten) bilden. Sie dienen der Zerstörung von Bakterien und virusinfizierten Zellen. Auch eine weitere Art von Blutzellen, die Monozyten, zirkulieren nach dem Saunabesuch vermehrt im Blut. Sie wehren nicht nur Fremdstoffe ab, sondern steuern auch die Neubildung von Blutgefässen durch Sprossung. Auch spielen sie eine wichtige Rolle beim Aufbau des Bindegewebes, zum Beispiel nach Verletzungen.

Als ein Auslöser für die Bildung weisser Blutzellen ist das Eiweisshormon ACTH bekannt, das bei stressorischen Belastungen wie beim Sport oder in der Sauna in der Nebennierenrinde die Bildung von Cortisol, einem lebenswichtigen Hormon, das uns erlaubt mit Stress aller Art umzugehen, anregt. Bei einer Körperkerntemperaturerhöhung auf 38 Grad Celsius steigt der Cortisolblutspiegel auf das richtige Mass an. Bei dieser Temperatur geben wir etwa 0,6 Liter Schweiss bei üblicher Saunanutzung (zwei bis drei Gänge) ab.

Sauna und Sport: Doppelte Gesundheitsförderung

Bereits früher gewonnene Erfahrungen zur Steigerung der Immunabwehr bringen Sport und Sauna in eine enge Verbindung. Sie lösen dieselben Immunantworten aus, wobei sportlich aktive Menschen bei der Anwendung von Wechselbädern das Immunsystem stärker anregen. Die Forscher sind sich darin einig, dass bei regelmässiger Saunanutzung Atemweginfekte und andere Infektionskrankheiten weniger häufig auftreten, als bei Menschen, die dies nicht tun.

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