Wohlbefinden

Auch warmes Wasser kühlt

1. Januar 2017
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Nichts liegt den Sylvesterschwimmern im eiskalten Wasser ferner, als zu Musik oder beim Schwimmen den Körper in der warmen Umgebung von Thermalbädern zu trainieren. Sie sind kühle Frische gewohnt und lassen sich trotz Kältezittern nicht abschrecken. Aber auch zu heisses Wasser kann für den Körper zur Belastung werden.

Ein Ort der Entspannung und Ruhe

Niemand erwartet von Besuchern eines Thermalbads, sich im Stile der Sylvesterschwimmer zu betätigen. Bewegung findet, wenn überhaupt, bärentanzartig den zu- und abschaltenden Sprudelliegen, Düsen und Gegenstromanlagen entlang statt. Andere wiederum ziehen es vor, an Sprudelattraktionen nicht ausser Atem zu kommen. Behaglichkeit und Wohlbefinden sind bekanntlich subjektiver Natur, aber wie warm soll das Wasser idealerweise sein, um sich zu bewegen?

Bewegung bedingt Energie

Üblicherweise liegen in Thermal- und Bewegungsbädern die Wassertemperaturen nahe der Thermoneutralität bei 34,5 Grad. Dabei wird die körpereigene Temperaturregulation nicht oder kaum in Anspruch genommen. Die thermisch neutrale Umgebung ändert sich, wenn beim Bewegen innere Wärme durch Muskelarbeit gebildet wird. Um die erzeugte «Abfallwärme» an das Wasser abzuleiten, muss Blut vom Körperkern in die Körperschale – unsere Hautschichten – verschoben werden. Die Vorgänge des Wärmetransports benötigen Energie, dieser Teil steht dann für Muskelarbeit nicht mehr zur Verfügung.

Nicht jede Temperatur tut gut

Zunächst ist festzustellen, dass in den USA nur Thermalwasser von 32 Grad oder mehr eingesetzt wird, um die innere Wärmebildung zur Therapie von Gelenk- und Muskelbeschwerden zu nutzen. Bei Temperaturen von 34 Grad und darüber muss das Herz eine höhere Blutmenge transportieren, um die Wärme abfliessen zu lassen. Dies geschieht vor allem über eine Steigerung der Herzfrequenz. Bei 36 Grad steigen bei mittleren Belastungen der Puls (um zehn Prozent) und die Körperkerntemperatur (um 0,65 Grad) an. Hier liegt auch das letzte Gleichgewicht zwischen Wärmetransport und -abgabe unseres Körpers.

Über 33 Grad gehende Wassertemperaturen eignen sich aufgrund der zunehmenden Wärmebelastung des Körpers nicht mehr für ein längeres Ausdauertraining, ideal sind 29 bis 32 Grad, wie es auch im Bewegungsbecken der Tamina-Therme zu finden ist. Wassergymnastik und gering dosierte Übungen sind aber auch bei Wassertemperaturen um etwa 34 Grad kein Problem.

Was sagen Sie? Welche Wassertemperatur finden Sie für sich entspannend? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

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