Sonne und Haut – wunderbare Wirkung und grosse Gefahr

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So wertvoll die Sonne für die biologische Stabilität unseres Körpers ist, so gefährlich kann sie für unsere Haut sein. Wer aber informiert ist, und die Grundregeln des Schutzes vor Sonneneinstrahlung einhält, kann die sonnigen Seiten des Lebens unbesorgt geniessen.

Die Sonne ist für das Leben auf der Erde von fundamentaler Bedeutung: Wichtige Prozesse der Erdoberfläche, wie das Klima und das Leben insgesamt werden durch die Energie der Sonne mitbestimmt. Dabei haben ihre unterschiedlichen UV-Strahlungen auch positive biologische Wirkungen. So wird durch das kurzwellige UV-B (280-320nm) das so lebenswichtige Vitamin D gebildet. Der Körper ist nicht in der Lage es selbst herzustellen und kann es nur geringfügig durch die Nahrung aufnehmen, obwohl es unabdingbar für die Muskulatur, den Knochenaufbau und das Immunsystem ist. Das Sonnenlicht wirkt sich aber auch positiv auf die Gemütslage aus. Darum wird es auch als Therapie gegen die sogenannte Winterdepression eingesetzt, unter der Jahr für Jahr tausende Menschen in der Schweiz leiden.

Zu viel Sonne schadet

Wie bei vielem, gilt auch bei Sonnenlicht: Auf die Dosis kommt es an! Zuviel Sonneneinstrahlung auf die Haut fördert die Entstehung von diversen Hautkrebsarten, wobei der «schwarze Hautkrebs» – das Melanom – mit Abstand die gefährlichste von ihnen ist. Aber auch die Form des «hellen Hautkrebses», das Basalzellkarzinom bzw. Basaliom und Plattenepithelkarzinom der Haut sind nicht ungefährlich.

Es kann jeden treffen

Eine Hautveränderung dauert oft mehrere Jahre und ist von vielen Begleitfaktoren abhängig: Zwar ist ein heller, rötlicher Hauttyp besonders gefährdet, aber auch andere Hauttypen sind vor Hautschädigungen nicht gefeit. Menge und Häufigkeit der Bestrahlung sind hier ebenso entscheidend, wie der Wohn- oder Aufenthaltsort: So ist die untere Ozonschicht der Atmosphäre in Australien beispielsweise dünner als in Europa. Dadurch erreicht das besonders gefährliche UV-C-Licht dort leichter die Erdoberfläche. Gleichzeitig ist aber auch die Schweiz nicht ungefährlich. Insbesondere auf den Bergen ist die Sonneneinstrahlung intensiver als im Tal. Darüber hinaus ist besonders bei Kindern Vorsicht geboten: Die Korrelation zwischen Sonnenbrand-Häufigkeit in der Kindheit und Hautkrebserkrankungen im Alter ist nicht von der Hand zu weisen. Daher ist der Schutz der Kinder sehr ernst zu nehmen und unerlässlich.

Unsere Haut erinnert sich an jeden Sonnenstrahl

Die Sonne ist so wunderbar aber auch gefährlich. Man kann sich jedoch effektiv schützen und somit gegen Hautalterung und die Entstehung von Hautkrebs vorbeugen. Dabei sollten Sie nicht den 7 Mythen zum Sonnenschutz verfallen, sondern auf klassischen Hautschutz vertrauen. Dabei kann der Schutz vor Hautschäden nicht früh genug anfangen!

Die in der Kindheit erworbenen UV-Hautschäden sind der Grund für die deutlich zunehmenden Hautkrebszahlen im Alter. In den ersten zwei Lebensjahren sollte ein Kind daher nie der direkten Sonne ausgesetzt werden. Der UV-Schutzfaktor sollte hierbei mindesten 30 LSF betragen. Auch im Erwachsenenalter sollten Sie die Mittagszeit möglichst nicht im Freien zu verbringen – nicht nur im Süden. Achten Sie bei Oberbekleidung auf Bestrahlungsschutz durch textile Lichtschutzkleidung (LSF 30). Freiliegende Körperpartien sollte man nicht nur im Sommer durch Lichtschutzcremes schützen.
Auch beim Wandern im Herbst (siehe auch die Tipps zum goldenen Herbst) sowie beim Skifahren im Winter sollte der Griff zur Tube erfolgen. Da die UV-Strahlungen auch durch Wolken dringen gilt dies auch bei bewölktem Himmel. Als Faustregel für eine ausreichende Menge von Sonnenschutz auf dem Körper gilt eine Menge von ca. drei Esslöffeln Schutzcreme. Immer gilt: Wenn Hautveränderungen plötzlich auftreten und schnell wachsen, sollte der Hautarzt schnellstmöglich aufgesucht werden!

Wann waren Sie das letzte Mal beim Hautarzt um sich untersuchen zu lassen?

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