Mit seinem Sieg im letzten Jahr in Bad Ragaz beendete der Südafrikaner eine 13-jährige Wartezeit seit seinem ersten Titelgewinn auf der European Seniors Tour. Er war damit mit 64 Jahren der zweitälteste Sieger auf dieser Tour nach Neil Coles. Allerdings war John Bland mehrfach nahe daran, die lukrative Senior Open Championship zu gewinnen, bei der er drei Mal den zweiten Platz belegte. Auf der US Champions Tour gewann er 1996 mit vier Siegen den Rookie of the Year Award.
Sam Torrance (Schottland)
Der Weltklassespieler und siegreiche Ryder Cup Captain gewann im Jahr 2009 bereits zum dritten Mal die Order of Merit der European Seniors Tour. Dank einem Sieg beim DGM Barbados Open sowie fünf weiteren Plätzen unter den ersten sechs reichte ihm am Ende der Saison bei der OKI Castellon Championship ein dritter Platz, um Ian Woosnam auf Rang zwei der Season Money List zu verweisen. Ironie: im Jahr zuvor war die Entscheidung auch bei diesem Turnier gefallen, aber zu Gunsten von Ian Woosnam.
Carl Mason (England)
Carl Mason ist auf dem besten Weg, der erfolgreichste Spieler der European Seniors Tour zu werden. Mit seinen 22 Siegen per Ende 2009 war er nur noch einen Titelgewinn von Tommy Horton’s Rekord von 23 Siegen entfernt. Zudem scheint er der erste Spieler auf dieser Tour zu sein, der die zwei Millionen Euro Grenze bei den gewonnenen Preisgeldern durchbricht. Zwei Siege konnte der zweimalige Bad Ragaz-Gewinner Carl Mason letztes Jahr verbuchen, dazu viele vorderste Plätze und Rang drei der Order of Merit.

Ian Woosnan OBE (Wales)
Im Vorjahr noch Sieger der Order of Merit der Seniors, musste sich die frühere «World's number one» in der Saison 2009 seinem Kollegen Sam Torrance knapp geschlagen geben. Er gewann seinen dritten Seniors Tour Titel beim Irish Seniors Open, als er das Finale mit sechs Schlägen Rückstand begann und nach einer Aufholjagd Bob Boyd im Play-off schlug. Während seiner äusserst erfolgreichen Karriere führte er zweimal die Order of Merit der European Tour an und er war der Held, der Europa zum Ryder Cup Sieg 2006 geführt hatte.
Glenn Ralph (England)
Mit seinem Sieg im Scottish Senior Open und weiteren vordersten Plätzen gelang dem Engländer 2009 die erfolgreichste Saison als Professional. Aufgrund eines Knöchelbruchs mit unfreiwilliger Pause 2008 hatte er seinen Schwung – erfolgreich – umstellen müssen. Er spielte auf der European Tour, bis er 1996 zu den European Seniors wechselte. Bereits 2007 hatte er seinen ersten Titel vor Augen, unterlag dann allerdings dem Schotten John Chillas im Play-off beim Scandinavian Senior Open.
Angel Franco (Paraguay)
Auf der South American Tour war Angel Franco von 1989 bis 1992 Leader der Order of Merit. Seit 2008 auf der European Seniors Tour, liess er vor allem mit zwei zweiten Plätzen im ersten und drei im letzten Jahr aufhorchen. Dank der guten Platzierungen beendete er die Saison 2009 auf Rang fünf. Dass weiterhin mit ihm zu rechnen ist, bewies er bereits beim ersten, zur diesjährigen Saison zählenden Turnier im letzten Dezember auf Mauritius, wo er sich den dritten Rang mit Sam Torrance teilte.

Bob Boyd (USA)
In bester Erinnerung ist das spannende Play-off, das Bob Boyd im letzten Jahr in Bad Ragaz gegen den Südafrikaner John Bland verloren hat. Der Pechvogel hatte bereits zwei Monate vorher beim Irish Seniors Open einen harten Kampf im Play-off mit Ian Woosnam verloren. Nicht vom Pech verfolgt war Bob Boyd, als 2006 Leukämie bei ihm diagnostiziert wurde. Er kämpfte, kehrte nach einer erfolgreichen Behandlung zum Golf zurück und gewann noch im gleichen Jahr im Dezember ein Turnier in North Carolina.
Costantino Rocca (Italien)Der bisher international erfolgreichste italienische Golfer aus Bergamo konnte seine Top Form im letzten Jahr nicht ganz erreichen. In Bad Ragaz ist der stets gut gelaunte Rocca immer willkommen. Im Jahr 2007 belegte er bereits einmal den zweiten Rang hinter Carl Mason. Vielleicht kann er ja diesmal seine Ambitionen auf einen Sieg verwirklichen, nachdem ihm vor zwei Jahren eine Magenverstimmung und 2009 ein verletztes Handgelenk einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten.
Tony Johnstone (Zimbabwe) Der in Zimbabwe geborene Johnstone kann auf ein bewegtes Jahrzehnt zurückblicken. Nach seinem letzten Sieg auf der European Tour 2001 beim Qatar Masters, folgte die Multiple Sklerose Diagnose 2003. Nach erfolgreicher Therapierung gelang ihm 2007 der Wiedereinstieg als Profi Golfer bei den Seniors mit einem Hole-in-one in Bad Ragaz und seinem ersten Sieg und «persönlichen Triumph» beim Jersey Seniors Classic 2008. Getoppt hat er diesen Erfolg 2009 mit dem Turniergewinn beim Travis Perkins Senior Masters.
Jerry Bruner (USA)Jerry Bruner beendete die vergangene Saison auf Platz 20 der Order of Merit. Dies vor allem Dank seiner vier Top Ten Platzierungen, wobei ihm speziell der siebte Rang beim Ryder Cup Wales Seniors Open und der fünfte Rang am Saisonende beim hoch dotierten OKI Castellon Senior Tour Championship hohes Preisgeld einbrachten. Zum Golfsport kam der stets zu Spässen aufgelegte Jerry mit 14 Jahren, als er realisierte, dass seine Körpergrösse für Basketball oder American Football nicht ausreichen würde.
Nick Job (England)Einer der seit Jahren konstantesten Spieler, Nick Job, behauptete sich auch letzte Saison unter den besten der Oder of Merit, wo er bisher stets unter den ersten zwanzig Spielern zu finden war. In die Saison 2009 startete er wiederum mit einer beeindruckenden Performance beim DGM Barbados Open. Das brachte ihm den geteilten vierten Rang, nachdem er im Jahr 2008 bereits dritter geworden war. Insgesamt erreichte er sechs Top Ten Platzierungen. Seit dem Jahr 2007 ist Nick Job Mitglied des Senior Tour Committees.





