Das 36.5° C warme Ragazer Thermalwasser

altes Bild der Tamina Schlucht Paracelsus

Europas wasserreichste Thermalquelle entspringt in der bei Bad Ragaz gelegenen Taminaschlucht und wurde schon im frühen Mittelalter (im Jahr 1242) entdeckt.

Die Taminaquelle ist die Spenderin des heilenden körperwarmen Thermalwassers. Unter anderem würdigte der Arzt und Alchemist Paracelsus im 16. Jahrhundert die heilende Wirkung des Wassers, das aufgrund seines geringen Mineralgehalts und einer Temperatur von 36.5° C als Akratotherme gilt.

Anfangs wurden die ersten Kurgäste noch an Seilen in die Schlucht hinuntergelassen – seit 1840 bringt eine vier Kilometer lange Leitung das Quellwasser nach Bad Ragaz. Damit wurde der Grundstein für das weltweite Ansehen der Gemeinde als Bade- und Kurort gelegt, der auch berühmte Gäste wie Rainer Maria Rilke, Friedrich Wilhelm Nietzsche, Thomas Mann und Victor Hugo anzog. Seit 1872 gehört Bad Ragaz zu den bedeutendsten Kurorten der Welt.

Wirkung des 36.5° C warmen Thermalwassers

Das Eintauchen ins Wasser bedeutet für den Körper ein Eintauchen in eine veränderte physikalische Umwelt. Dazu gehören der Wasserdruck, der Auftrieb, die Wasserdichte und die thermischen Bedingungen. Die physikalischen Eigenschaften und die schwache Mineralisierung des Thermalwassers lösen im Körper vielseitige Reaktionen aus, wobei Herz, Lungen, Kreislauf, Nieren, Motorik, Blut und Hormone involviert sind.

Die wichtigsten Auswirkungen auf unseren Körper:

  • Abnahme der Wandspannung in den Widerstandsgefässen der Beine
  • Durchblutungsanstieg
  • Verbesserung der Lungendurchblutung und -belüftung
  • Abnahme des arteriellen Blutdrucks
  • Zunahme der Herzfunktion
  • Lockerung von Muskulatur und Bindegewebe
  • Beseitigung von nicht entzündlich bedingten Schmerzen
  • Verbesserung der Wirbelsäulen- und Extremitätenbeweglichkeit

Somit hilft das körperwarme Thermalwasser bei rheumatischen und mechanischen Beschwerden, stoffwechselbedingten Störungen, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates oder auch neurologischen Beschwerden.

Chemische Eigenschaften

Von der Zusammensetzung her gehört das ortsgebundene Bad Ragazer Heilwasser zu der Hauptgruppe der Chlorid-Hydrogencarbonat-Sulfat-Wässer. Neben diesen Hauptbestandteilen finden sich Spurenelemente wie Eisen-, Fluorid- und Iodid-Ionen, aber auch Sulfid-Schwefel. Das Wildwasser macht die Therme gemäss den Wasserinhaltsstoffen zur Akratotherme (< 1000 mg Mineralien / Liter, Temperatur > 20° C) und hat sich bei Beschwerden am Bewegungsapparat oder bei Erkrankungen des Muskuloskelettalsystems bewährt.

Physikalische Eigenschaften

Das Eintauchen in Wasser bedeutet eine veränderte physikalische Umwelt für den Körper. Zu den physikalischen Eigenschaften des Wassers gehören der Wasserdruck, der Auftrieb, die Wasserdichte und die thermischen Bedingungen. Diese veranlassen den Körper zu vielseitigen Reaktionen, wobei Herz, Lungen, Kreislauf, Nieren, Motorik, Blut und Hormone involviert sind. Die wichtigsten Wirkungen umfassen: Abnahme der Wandspannung in den Widerstandsgefässen der Beine, Durchblutungsanstieg, verbesserte Verteilung der Lungenaustauschfläche (Lungendurchblutung und –belüftung), Abnahme des arteriellen Blutdrucks, Zunahme der Herzfunktion (Schlag-volumen und Herzzeitvolumen nehmen zu). Der Aufenthalt im Wasser führt zu einer Lockerung der Muskulatur und des Bindegewebes. Nicht-entzündlich bedingte Schmerzen werden beseitigt und die Wirbelsäulen- und Extremitätenbeweglichkeit wird verbessert.